World Voice Day 2020 Header Musiktherapie-Blog

World Voice Day: Stimmgesundheit und Musiktherapie

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Autorin: Tina Hörhold –

Anlässlich des World Voice Day 2020 erklärt unsere Autorin Tina Hörhold, was es mit dem Tag der Stimme auf sich hat. Wir erfahren, welche Bedeutung die Stimme für uns Menschen, in der Musiktherapie, und aktuell in Zeiten der Corona-Pandemie hat. Besonders interessant: die Musiktherapeutin und Gesangspädagogin mit Schwerpunkt Stimmgesundheit gibt einige praktische Übungen bekannt, mit denen wir uns zu Hause um unsere Stimme, und damit auch um uns selbst, kümmern können.

woher kommt der 'tag der stimme'?

Der World Voice Day wurde 1999 als brasilianischer, nationaler Stimmtag von der dortigen Gesellschaft für Laryngologie und Stimme für den jeweils 16. April eines Jahres etabliert. Nach und nach folgten andere Länder dem Beispiel Brasiliens unter dem Titel International Voice Day, bis im Jahr 2002 die American Academy of Otolaryngology – Head and Neck Surgery den heutigen Namen World Voice Day ausrief [1].

vernetzung aller berufsgruppen

Ziel des World Voice Day ist die Vernetzung aller Personen, die sich beruflich mit dem Thema Stimme beschäftigen. Weiter möchte diese Initiative weltweit mit Interessierten den Reiz teilen, den die Beschäftigung mit der angewandten Stimmforschung, -pädagogik, dem medizinischen, therapeutischen und dem künstlerisch-stimmlichen Bereich ausmacht. Anlässlich des World Voice Day werden weltweit viele Veranstaltungen organisiert. Eine Liste finden Sie auf folgender Website: www.world-voice-day.org.

das motto 'focus on your voice'

Das diesjährige Motto des World Voice Day lautet: ‚Focus On Your Voice’.

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es leichter gesagt als getan, den Fokus auf die eigene Stimme zu richten. Und doch könnte dies möglicherweise gerade jetzt eine hilfreiche Strategie zur Selbstregulation, im Sinne eines emotionalen Ausdrucks, und zur Selbstfürsorge sein.

Die Stimme ist Kommunikationsmittel, Musikinstrument, Teil des eigenen Körpers und der Persönlichkeit. Sie ist innerviert durch einen Zweig des Nervus vagus und damit mit dem Parasympathikus verbunden. So kann nicht direkt auf die Muskelkette der Stimmerzeugung eingewirkt werden [2]. Indirekt kann durch Hinwendung der Aufmerksamkeit auf Körperwahrnehmung und Atmung Einfluss auf die Stimme genommen werden [3].

die stimme als emotionales ventil

Umgekehrt können beim Einsatz der eigenen Stimme körperliche, geistige und seelische Zustände regulierend beeinflusst werden. Die Musiktherapeutin Sabine Rittner spricht hier sogar von einer weiteren Funktion des Stimmapparates, nämlich der des „emotionales Ventils“, welches Schutz vor innerer und äußerer Affektüberflutung bietet. So zeigt sich bei hohem emotionalen Druck möglicherweise als unbewusster Lösungsversuch eine funktionelle oder psychogene Stimmstörung [4]. Ein multimodales stimm-, musik- und körpertherapeutisches Setting kann sich hier hilfreich auf das Wiedererlangen der Schwingungsfähigkeit und die Emotionsregulation auswirken [5,6].

stimme und vokalimprovisation in der musiktherapie

Der Einsatz der Stimme als körpereigenes Instrument ist in der Musiktherapie mit Kindern wie auch mit älteren Menschen seit langem selbstverständlich. Mit psychotherapeutischen, erwachsenen Patient*innen erfährt sie nun seit einigen Jahren einen deutlichen Aufschwung, nachdem ihr Gebrauch innerhalb der Resilienzforschung als positiv wirksam beurteilt wurde [7].

Das Singen wurde als mögliche Ressource wiederentdeckt. Befragungen unter Singleitern in gesundheitlichen Einrichtungen weisen auf eine positive psychologische Wirkung hin [8].

Rittner sieht hier grundlegend „nutzbare Polaritäten“, nämlich „die Verbindung zwischen Innenraum und Außenraum, zwischen Regression, dem wohligen Sich-Einhüllen und Progression, in der sich lebenserhaltende aggressive Anteile artikulieren“. Dabei kann die Arbeit mit der Stimme ein Ansatz sein, am „Ausgleich zwischen Eindrucks- und Ausdruckspotentialen im Menschen“ zu arbeiten [9].

Die Nutzung der Stimme als Instrument wird möglicherweise als intimer empfunden, als das Spielen anderer Musikinstrumente. Dies mag vor allem so sein, wenn der Gebrauch der Stimme in all ihren Facetten und besonders der der Singstimme ungewohnt ist. Die Singstimme ist hier genauso Instrument, wie alle anderen Musikinstrumente auch, und braucht Hinwendung sowie Übung. In der Arbeit mit Patient*innen fehlt beim körpereigenen Instrument das Dritte, das Objekt, auf das die gemeinsame Aufmerksamkeit gerichtet ist, und das auch als hilfreiches Schutzschild empfunden werden kann. Hier ist das Instrument Teil der Körperlichkeit des Menschen und seiner unmittelbaren Persönlichkeit.

Rittner beschreibt die Situation erwachsener Patient*innen und Therapeut*innen in der Vokalimprovisation folgendermaßen: Beide „liefern sich direkter aus, geben über Atmung und Stimmklang bis hin zum Herzschlag, der beim leisen Singen über die Randstimmfunktion hörbar wird, etwas preis, das bewusster Kontrolle und Steuerung eher entzogen ist als z.B. der Schlag auf die Trommel“ [9]. Gleichzeitig ist „im rein stimmlichen Ausdruck keine Stagnation“ möglich, denn bereits der Atem könne „tönend hörbar“ werden und sei „Bewegung“. So lassen sich „Symptomfixierungen […] nicht lange aufrechterhalten“ und führen „zu physischen und […] psychischen Ressourcen [10].

stimme und corona-pandemie

Am 1.4.2020 hat die Neue Zürcher Zeitung zur Corona-Pandemie einen Artikel mit „Wenn Singen tötet“ betitelt [11]. Beschrieben wird ein Aspekt, der im Hinblick auf die musiktherapeutische, pädagogische, künstlerische und auch selbstfürsorgliche, gesundheits- und beziehungsfördernde Arbeit mit der Stimme für die Zeit der Pandemie äußerst wichtig ist, nämlich der möglicherweise bestehende Übertragungsweg per Aerosol.

Bisher (Stand: 12.04.2020) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) der Hauptübertragungsweg des Corona-Virus über die Tröpfcheninfektion beschrieben. Wir hören häufig vom Niesen und Husten als Definition dieses Übertragungsweges. Manchmal wird auch in Interviews oder Pressekonferenzen die mögliche „feuchte Aussprache“ erwähnt, die vermehrt Tröpfchen fliegen lasse, die aber schnell absinken würden.

Wird von Tröpfchenübertragung gesprochen, beinhaltet dies doch auch regulär in der Definition das allgemeine Sprechen und das Singen. Beschrieben wird außerdem folgender Vorgang der Aerosolbildung und dadurch der eventuellen Übertragung durch das Sprechen und Singen: „Die Wasserhülle kleinerer Tropfen verdunstet während der Sedimentation und die dadurch entstehenden Tröpfchenkerne (Aerosol) können für unbestimmte Zeit in der Luft schweben” [12].

Dieser Übertragungsweg wird bisher weder von der WHO noch vom RKI bei der Übertragung von Corona-Viren als valide beschrieben. Gleichzeitig wird er nicht mehr ausgeschlossen (Stand 12.04.2020). Studien diesbezüglich werden ausgewertet und diskutiert [13,14].

In einem Artikel der Los Angeles Times vom 29.03.2020 wird von Übertragungsereignissen bei Chorproben durch das Singen berichtet [15]. Auch hat der Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité Christian Drosten im NDR-Podcast vom 31.03.2020 eine Situation beschrieben, die eine Aerosol-Übertragung vermuten lassen könnte und spekuliert über eine mögliche Übertragung per Aerosol der reinen Atemluft [16]. Eine weitere Folge dieses Podcasts beschäftigt sich ausgiebig mit diesem Thema [17]. Auch der RKI-Präsident Lothar Wieler benennt am 07.04.2020 erstmals explizit das Sprechen und Singen als möglichen Übertragungsweg und erwähnt, dass beim Singen Tröpfchen „relativ weit in den Raum fliegen können“ [18]. Die National Academy of Sciences in den USA hält die Luftübertragung allein über die Ausatmung für möglich [19]. Eindrückliche Bilder einer möglichen Übertragung durch Tröpfchen des Hustens und Sprechens haben japanische Forscher vorgelegt [20].

Für die musiktherapeutische Arbeit bedeutet dies, falls Therapie noch real stattfindet, besonders achtsam bezüglich des von den genannten Institutionen empfohlenen Mindestabstands im Kontext der räumlichen Bedingungen und des gesamten Settings zu sein, Räume häufig und wirksam zu lüften und auch, dass ein Mund-Nasenschutz die Ansteckungsgefahr zum Teil mindern kann [21].

drei stimmübungen zur selbstregulation und selbstfürsorge

Das Motto des diesjährigen Word Voice Day ‚Focus on your Voice’ passt außerordentlich gut zur momentanen Situation, die herausfordernd und neu ist, die Angst und Sorge sowohl bei Therapeut*innen als auch Patient*innen schürt.

Drei Atem- und Stimmübungen können sich hilfreich im Hinblick auf Selbstregulation sowie Selbstfürsorge auswirken. Sie können von der Therapeutin / vom Therapeuten sowohl als Warm-up zu Beginn, oder als Cool-down am Ende eines Arbeitstages auch im Rahmen der eigenen Stimmpflege eingesetzt werden. In kleinen Pausen zwischen den Therapien eignen sie sich ebenso. In der Therapiesituation mit Patient*innen ist es durchaus möglich, sie selbst während des Tragens eines Mund-Nasenschutzes auszuführen.

Übung 1 - Gähnen

Räkeln und strecken Sie sich und gähnen dabei herzhaft und laut mit Stimmeinsatz [22]. Wiederholen Sie dies nach einer kleinen Pause, in der Sie sich kurz wahrnehmen und vergleichen, wie Sie sich vor und nach dem Gähnen gefühlt haben.

Übung 2 - Manuelle Vibration

Nach einer weiteren kleinen Wahrnehmungspause sitzen Sie locker aufgerichtet durch gut verwurzelte Füße und eine stabile, gute Sitzfläche oder stehen stabil verwurzelt mit weichen Kniekehlen, Gesäßmuskeln, lockerer Bauchdecke und guter, stabiler und gleichzeitig flexibler Aufrichtung.

Die Zunge liegt locker im unteren Mundraum, der Unterkiefer ist gelöst, die Lippen liegen leicht aufeinander.

Legen Sie beide Hände auf den unteren Bauch und erspüren über einige Atemzüge hinweg ihre Atembewegung dieses Bereiches.

Legen Sie ihre Hände auch auf die Flanken und die untere Rückenpartie und tun dasselbe erneut in diesen Bereichen.

Nach einer kleinen Wahrnehmungspause legen Sie beide Hände übereinander auf ihr Brustbein und beginnen, in einer bequemen Tonlage ein leises, langes [m] zu tönen. Gleichzeitig beginnen ihre Hände in Richtung Brustbein und wieder heraus sanft zu vibrieren. Die Vibration darf in Ihren Ton gelangen und diesen auch zum Vibrieren bringen.

Nehmen Sie sich am Ende des Tones jeweils eine kleine, ungezwungene Atempause, bevor die nächste Einatmung erfolgt und daraufhin ein erneutes Tönen auf demselben oder einem anderen Ton. Versetzen Sie auch diesen neuen Ton durch Ihre Handvibration auf das Brustbein in einen sanft vibrierenden Ton.

Wechseln Sie nach kleinen Wahrnehmungspausen die Position der Hände an die seitlichen, unteren Enden des Brustkorbes oder auch an den unteren Rücken, rechts und links von der Wirbelsäule.

Tönen Sie dabei auch auf [n] und ng [ŋ], wie in Klang oder Ding und lassen die stets leisen Summtöne jeweils durch Ihre Handaktivität auf den beschriebenen Regionen sanft vibrieren. [23]

Übung 3 - 'Puffy cheeks'

Formen Sie mit geblähten Wangen und leicht gespitzten Lippen ein langes, schottisches [w], wie in dem Wort ‚why’ oder ‚where’ und sprechen Sie diesen Laut deutlich stimmhaft aus [24]. Spüren Sie dabei eine leichte Reibung zwischen den leicht gespitzten Lippen durch Luftverwirbelung.

Gleiten Sie mit diesem Laut einige Male beginnend von einem eher hohen Ton zu einem in ihrem Stimmumfang tiefen Ton als Cool-down nach einem Arbeitstag. Dies leitet die Regeneration der Stimme ein und ist so etwas wie ein leichtes Auslaufen nach einer sportlichen Aktivität.

Am Morgen oder zur Erfrischung zwischen zwei Sitzungen können Sie mit diesem Laut unten beginnend kleine Glissandi nach oben und wieder zum Ausgangspunkt tönen. Diese kleinen Wellen können immer ein wenig größer im Umfang werden. Probieren Sie einmal, wie hoch und wie tief Sie in immer größer werdenden Wellen tönen können. Dabei müssen die höheren Töne nicht lauter sein als die tiefen.

Zur Beruhigung oder Einleitung der Regenerationsphase können Sie mit den puffy cheeks wieder einige Glissandi von höherer Tonlage in eine tiefere tönen.

Happy World Voice Day 2020! Bleiben Sie gesund!

Header-Grafik: www.world-voice-day.org

Tina Hörhold Musiktherapie-Blog

Tina Hörhold arbeitet in eigener Praxis in einem ganzheitlichen Konzept im Bereich Stimm- und Musiker*innengesundheit. Sie ist als Dozentin an verschiedenen Institutionen im Fort- und Weiterbildungsbereich tätig sowie als Referentin auf Symposien und Kongressen.

www.euphonikum.com

[1]        Švec JG, Behlau M. (2007). April 16th: The World Voice Day. Folia Phoniatr Logop; 59: 53–54.

[2]        Habermann, G. (2003). Stimme und Sprache: Eine Einführung in ihre Physiologie und Hygiene. 4. Auflage. Stuttgart: Thieme.

[3]        Richter, B. (2014). Die Stimme: Grundlagen – künstlerische Praxis – Gesunderhaltung. 2. Auflage. Leipzig: Henschel.

[4]        Rittner, S. (2008). Der Wirkfaktor Stimme in der Psychotherapie / in der Musiktherapie. Musiktherapeutische Umschau, 29 (3), 201-220, S. 213.

[5]        vgl. Hörhold, T. (2017). Music-therapeutical vocal improvisation as an intervention for professional singers with functional dysphonia. Music Therapy Today, 13(1), 112-113. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://issuu.com/presidentwfmt/docs/mtt_13_1__7-2017

[6]        vgl. Hörhold, T. (2018). Die Rolle der Stimme in der Musiktherapie. In M. Fuchs (Hg.), Kinder- und Jugendstimme: Beziehungssystem Stimme, Band 12, 171-179, Berlin: Logos Verlag.

[7]        Engert-Timmermann, G., Wolf, H.-G. (Hg.) (2012). Die Stimme in der Musiktherapie. Wiesbaden: Reichert.

[8]        Kreutz, G., Böhm, K., Bossinger, W. & Clift, S. (2014). Singen im Krankenhaus aus Sicht von Singleitern: Eine qualitative Untersuchung. Musiktherapeutische Umschau, 35(1), 5-15.

[9]        Rittner, S. (1990). Zur Rolle der Vokalimprovisation in der Musiktherapie. Musiktherapeutische Umschau, 11, 104-119, S. 106, S. 108 & S. 110f.

[10]      Rittner, S. (2012). Von der Sinnlichkeit des Singens. Das Potential der Stimme in der Musiktherapie. In G. Engert-Timmermann, H.-G. Wolf (Hg.), Die Stimme in der Musiktherapie, 55-73, S. 56. Wiesbaden: Reichert.

[11]      Rietz, H. (2020). Wenn Singen tötet. Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2020. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.nzz.ch/wissenschaft/coronavirus-wenn-singen-toetet-ld.1549461

[12]      Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (2016). Arbeitskreis „Krankenhaus- und Praxishygiene“, AWMF-Refgister Nr. 029/032, S1-Leitlinie Hygieneanforderungen bei ausgewählten respiratorisch übertragbaren Infektionserkrankungen (aerogen und Tröpfchen). Abgerufen am 12.04.2020 unter: https://www.mhp-medien.de/fileadmin/MHP/Zeitschriften/Hygiene_Medizin/AWMF/2016_HM9_Hygieneanforderungen_respiratorische_Infektionserkrankungen.pdf .

[13]      WHO (2020). Modes of transmission of virus causing COVID-19: implications for IPC precaution recommendations. Scientific brief 29 March 2020. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.who.int/publications-detail/modes-of-transmission-of-virus-causing-covid-19-implications-for-ipc-precaution-recommendations

[14]      Robert Koch Institut (2020). SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19), Stand: 10.04.2020. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html?nn=13490888

[15]      Read, R. (2020). A choir decided to go ahead with reahearsal. Now dozens of members have COVID-19 and two are dead. Los Angeles Times, March 29, 2020. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.latimes.com/world-nation/story/2020-03-29/coronavirus-choir-outbreak?fbclid=IwAR39UWd8qHS2qJbWyz7mP3Wm9qbDY0yh7glN3in72jsvPE6ARmZyzB83d7w

[16]      Hennig, K.; Drosten, C. (2020). Coronavirus Update, Folge 25, Norddeutscher Rundfunk Hamburg, Skript abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript156.pdf

[17]      Hennig, K.; Drosten, C. (2020). Coronavirus Update, Folge 28, Norddeutscher Rundfunk Hamburg, Skript abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript162.pdf

[18]      Robert Koch-Institut; Wieler, L. (2020). Lagebericht vom 07.04.2020 zum Corona-Virus. Minute 18:30 – 18:55. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.youtube.com/watch?v=PaF41Joq8kw

[19]      National Research Council (2020). Rapid Expert Consultation on the Possibility of Bioaerosol Spread of SARS-CoV-2 for the COVID-19 Pandemic (April 1, 2020). Washington, DC: The National Academies Press. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.nap.edu/download/25769    

[20]      Cade, D.L. (2020). Scientists use high-sensitivity camera to capture ‚microdroplets’ that may transmit virus. PetaPixel Apr 03, 2020. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://petapixel.com/2020/04/03/scientists-use-high-sensitivity-camera-to-capture-microdroplets-that-may-transmit-virus/

[21]      Leung, N.H.L. et al. (2020). Respiratory virus shedding in exhaled breath and efficacy of face masks. Nature Medicine. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.nature.com/articles/s41591-020-0843-2

[22]      vgl. Newburg, A. (2009). Yawn. The Pennsylvania Gazette, 11/12 09. Abgerufen am 12.04.2020 unter https://www.upenn.edu/gazette/1109/expert.html

[23]      vgl. Haupt, E. (2010). Stimmt’s? Stimmtherapie in Theorie und Praxis. 4. Auflage. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag.

[24]      vgl. Chapman, J. (2017). Singing and teaching singing. A holistic approach to classical voice. 3. Auflage San Diego: Plural Publishing.

Austin, D. (2013). The Theory and Practice of Vocal Psychotherapy. Songs of the Self. London [u.a.]: Jessica Kingsley.

Baker, F., Uhlig, S. (Hg.) (2011). Voicework in Music Therapy. Research and Practice. London [u.a.]: Jessica Kingsley.

Maurer-Joss, S. (2011). Dem Leben eine Stimme geben. Zur Bedeutung der Stimme in der Musiktherapie mit behinderten und krebskranken Kindern. Zürcher Schriften zu Musiktherapie. Wiesbaden: Reichert.

Schwartz, E., Boyle, S.R. & Engen, R. (2018). Functional Voice Skills for Music Therapists. Dallas: Barcelona Publishers.

Sokolov, L. (2020). Embodied Voice Work: Beyond Singing. Dallas: Barcelona Publishers.

Uhlig, S. (2006). Authentic Voices, Authentic Singing. A Multicultural Approach to Vocal Music Therapy. Dallas: Barcelona Publishers.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Update zum Abschnitt “Stimme und Corona-Pandemie” von der Autorin:

    Inzwischen gibt es zahlreiche Stellungnahmen verschiedener forschender Institute zur möglichen Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2-Viren beim Musizieren (u.a. der Deutschen Stimmklinik, Hamburg, des Freiburger Instituts für Musikermedizin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin). Einen Schwerpunkt bildet jeweils die Frage der möglichen Übertragung durch Aerosol beim Singen oder auch durch das Spielen von Blasinstrumenten.

    Der Landesmusikrat Berlin hat eine Auflistung vorgenommen, die hier abrufbar ist: https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/musizieren-trotz-corona-wiedereinstiegs-szenarien-und-handreichungen/?fbclid=IwAR3HF-XHevUTx59YLirCbTRZDv_DcJuKHo_hFIUD62F8CIXTcovjSIK9x8M

    Weiter hat ein Expertenforum der National Association of Teachers of Singing (NATS) sich demselben Thema gewidmet. Ein Artikel mit Ergebnissen des Forums ist hier abzurufen: https://www.middleclassartist.com/post/nats-panel-of-experts-lays-out-sobering-future-for-singers-no-vaccine-no-safe-public-singing?fbclid=IwAR1WaEhhwPFGVZlYePGDht_xcm2QRm5n2VWTAx-LWqitsczBDyAvRo88xx4

    Es handelt sich jeweils um den momentanen Wissensstand (April/Mai 2020), der sich in Zukunft ändern kann. Alle Fragen sind noch nicht abschließend geklärt.

    Gerade wird im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Theater, Opern- / Konzert- / Rundfunkorchester, die Öffnung der Musikschulen und später auch die der Musikhochschulen an verschiedenen Instituten zur Aerosolausbreitung beim Musizieren geforscht. Bisher liegen nur Zwischenergebnisse vor, die unter den oben genannten Stellungnahmen beschrieben werden. Die bisher durchgeführten Studien sind dort als Quellen aufgeführt.

    Mehrere Rundfunkanstalten haben über die Problematik und die stattfindende Forschung berichtet.

    Zwei Artikel können hier abgerufen werden:

    Bayerischer Rundfunk: “Bamberger Symphoniker: Wissenschaftler messen Aerosol-Ausstoß”: https://www.br.de/nachrichten/bayern/bamberger-symphoniker-wissenschaftler-messen-aerosolausstoss,Ry6T6OU?fbclid=IwAR12es0HpsOn9vRiOeBSb3YiksUt91-ReJr-nOf_hZEwYxPyqH1AppbNMGU

    Norddeutscher Rundfunk: “Wie riskant ist Chorsingen in Zeiten von Corona?”: https://www.ndr.de/kultur/musik/Wie-riskant-ist-Chorsingen-in-Zeiten-von-Corona,coronasingen100.html?fbclid=IwAR1OB6xBZ5WeEEA9E9M8AgKc_jcsZP6CowOp3Czx7V3GQkNh3G6hseGNLys

    Bleiben Sie informiert und gesund!

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