Musiktherapie und Coronavirus Tipps und Links

Was tun als freischaffende/r Musiktherapeut/in in der Coronakrise?

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Autor: Bettina Eichmanns –

Die Coronakrise betrifft nahezu alle Freischaffenden und Künstler. Verdienstausfall, Unsicherheit darüber, wann und inwieweit sich die Situation wieder stabilisiert, und bei einer Ausgangssperre möglicherweise Totalausfall von Aufträgen in privater Praxis werden auch viele Musiktherapeut*innen in wirtschaftliche Bedrängnis bringen.

Die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft erhält derzeit viele Tipps und Links. Diese stellen wir hier für unsere Mitglieder und alle betroffenen Kollegen gesammelt zur Verfügung.

Schauen Sie immer wieder einmal bei diesen Beitrag vorbei. Er wird regelmäßig aktualisiert werden.

Informationen zu den rechtlichen Grundlagen einer Videosprechstunde

Die Bundespsychotherapeutenkammer bietet neben einer sehr informativen Praxis-Info zu Corona auch eine Praxis-Info zu allen Fragen rund um die Videosprechstunde an, an der sich auch Musiktherapeut*innen orientieren können. Auf der Webseite des health innovation hub des Bundesministeriums für Gesundheit findet sich eine Liste lizensierter Anbieter, die die besonderen Ansprüche in Punkto technische Sicherheit und Datenschutz erfüllen, und auch gleich die Kosten für diese technischen Lösungen, scrollen Sie hierfür recht weit nach unten auf der Seite.

Aktuelle Petitionen und Umfragen

  • Umfrage des Deutschen Musikrats zu den Auswirkungen des COVID-19 auf die Musikbereich. Der deutsche Musikrat vertritt dabei auch freischaffende MusiktherapeutInnen! Die Umfrage läuft seit dem 6. März und endet am 31. März 2020: https://www.surveymonkey.de/r/XZJSKBZ

Weitere Links zu Förderprogrammen

  • Der Berufs- und Fachverband Freie Heilpraktiker e.V. stellt wichtige Informationen bereit, darunter zu “Corona, Praxisausfall, Praxisschließung und Quarantäne” (24. März 2020).
  • Der Blog der Neuen Musikzeitung hat ausführliche Informationen, Links zum täglichen Newsletter und mehr in einem Beitrag vom 23. März 2020 zusammengestellt.
  • Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD) informiert auf seiner Homepage ausführlich zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen von Förder- und Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Entschädigungen bei Quarantäne.
  • Die Gewerkschaft ver.di informiert auf ihrer Homepage in einem Corona-Infopool zu Vorschlägen an die Politik und zu FAQs für Solo-Selbstständige.
  • Ein sehr nützlicher Überblick zu diversen Fonds und Hilfsprogrammen bietet dieser Artikel vom 18. März 2020 ‘Ein Überblick über Soforthilfen‘ auf dem Blog des VAN Web-Magazins für Klassische Musik.

Hilfe für Familien

  • Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat auf seiner Homepage eine Seite mit Informationen zu Hilfsangeboten, FAQs u.v.m. zur Corona-Pandemie zusammengestellt.

Newsletter des Deutschen Kulturrats

  • Der Deutsche Kulturrat gibt seit 16. März 2020 einen Corona-Newsletter heraus. Dort sind viele weitere Links und Pressemeldungen zu finden. Hier kann man sich für zukünftige Newsletter des Deutschen Kulturrats inklusive Corona-Newsletter eintragen.

Stand: 26. März 2020

Header-Bild: Pixabay

 

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Liebe Bettina Eichmanns,

    vielen Dank für die Infos!
    Folgendes kann ich ergänzen:

    – In Bezug auf Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz IfSG im Falle eines Tätigkeitsverbots oder einer Quarantäne ist zu beachten:
    “Voraussetzung ist in beiden Fällen ein die Person betreffender Bescheid des Gesundheitsamtes zum persönlichen Tätigkeitsverbot oder zur angeordneten Quarantäne und ein Verdienstausfall.”
    (https://www.berlin.de/sen/finanzen/presse/nachrichten/artikel.908216.php)

    – Links zum Schutzschirm für Berliner Unternehmen und Arbeitsplätze (Soforthilfe II vom 19.3.)/
    Notfallfonds für kleine Unternehmen (incl. Solo-Selbständige):
    https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung.909713.php
    https://www.berlin.de/sen/web/corona/
    Auch die Bundesregierung will einen entsprechenden Fonds einrichten!

    1. Liebe Claudia Steinert, vielen Dank aus der Redaktion für die vielen nützlichen Ergänzungen!

  2. Aus dem aktuellen ver.di Mitgliederbrief für Selbständige:

    “…Das Soforthilfe-Programm sieht für Solo-Selbstständige (in Ergänzung zu den Länderprogrammen) nicht zurückzahlbare Einmalzahlungen für drei Monate und bis zu 9.000 Euro vor, die allerdings in der Steuererklärung 2020 auftauchen müssen. Damit sollen die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller*innen abgefedert und akute durchlaufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten entstandene Liquiditätsengpässe überbrückt werden. (Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann ein nicht ausgeschöpfter Zuschuss auch für weitere zwei Monate eingesetzt werden.)
    Dieses Pandemie-Überbrückungsgeld ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft: Der Schadensfall muss nach dem 11. März eingetreten sein und das Unternehmen darf vor dem März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein.

    Wie und über wen die Antragstellung laufen soll, ist bislang nur in Eckpunkten bekannt: Sie soll möglichst elektronisch erfolgen, die Bearbeitung, Auszahlung und ggfs. die Rückforderung der Mittel soll durch Länder/Kommunen bearbeitet werden. Die Existenzbedrohung bzw. der Liquiditätsengpass müssen glaubhaft gemacht („versichert“) werden.

    Das vereinfachte Verfahren für den Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARSCoV2: Der so betitelte Gesetzentwurf (kurz: Sozialschutzpaket) setzt auf die Hartz-IV-Gesetzgebung auf. Allerdings soll alles schneller und unbürokratischer ablaufen und niemand soll sich „nackig machen“ müssen. So soll bei Anträgen, die bis zum 30. Juni – mit Verlängerungsoption bis Jahresende – aufgrund von Ausfällen durch die Corona-Krise gestellt werden, die Vermögensprüfung weitgehend entfallen („es wird vermutet, dass kein erhebliches Vermögen vorhanden ist, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller dies im Antrag erklärt“) und für sechs Monate sollen ohne Prüfung der “Angemessenheit” der Wohnung deren Miete und Heizkosten sowie die Krankenversicherungsbeiträge übernommen werden können. Hinzu kommt die „Grundsicherung“ von derzeit 432 Euro.

    Die Miete: Kündigungen der eigenen Wohnung werden befristet verboten, wenn aufgrund von Einkommensausfällen in Folge der Corona-Krise die Miete nicht mehr bezahlt werden kann. Vom 1. April 2020 bis Ende Juni 2020 ausgebliebene Miete darf nicht zur Kündigung wegen Zahlungsverzuges führen – bei Bedarf soll diese Regelung bis Ende September 2020 und darüber hinaus erfolgen können. Die Miete muss den Vermietern bis Ende Juni 2022 nachgezahlt werden.

    Das Notfallkit für Eltern: Wie weit die folgende Regelung auch für Selbstständige gelten werden, wissen wir derzeit noch nicht: Für Eltern, die ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten gehen können oder Einkommensausfälle haben, soll zum Kinderzuschlag ein Notfallzuschlag hinzukommen. Als Berechnungsgrundlage wird der letzte Einkommensmonat herangezogen. Bei einem Einkommenseinbruch gegenüber dem Vormonat werden bis zu 2.016 Euro gewährt. Ob ein Anspruch besteht, soll online überprüft werden können, dort kann auch direkt der Antrag gestellt werden.

    Wir gehen davon aus, dass sich im Gesetzgebungsverfahren an diesen Grundzügen nichts Weltbewegendes mehr ändern wird. – Alle Aktualisierungen sowie Tipps zum Umgang mit der Krise, etwa zur Senkung Steuern und Sozialversicherungskosten findest Du immer aktuell in der FAQ, die auf unserer Website https://selbststaendige.verdi.de/beratung/corona-infopool verlinkt ist…”

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