Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft

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wach bleiben – Musiktherapie und Wachkoma

Zur Phänomenologie des menschlichen Bewusstseins

Karin Holzwarth

Angehörige, Pflegende und Medizin stehen vor einer immensen Herausforderung, wenn ein Mensch durch Krankheit oder Unfall in den Zustand des Wachkomas gerät. Die existentiellen Entscheidungsfindungen in diesem Grenzbereich des Lebens sind von hoher ethischer Brisanz und gesellschaftlicher Relevanz. Karin Holzwarth stellt dar, wie Musiktherapie als beziehungstherapeutisches Angebot das Behandlungsspektrum bereichert und bei der Suche nach Zugang zu Menschen im Wachkoma hilft. Im Fokus steht die wissenschaftliche Reflexion der über sechsjährigen musiktherapeutischen Begleitung einer Patientin im Langzeit-Wachkoma. Sie zeigt, wie Musiktherapie das Fenster zu einem Moment des Selbsterinnerns öffnen kann und es ermöglicht, wach zu bleiben.

Ende Oktober 2010 wurde die hier nun als Buch vorliegende Arbeit mit dem Johannes-Th.-Eschen-Preis der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG e. V.) ausgezeichnet.

ISBN 978-3-89500-932-7
2013, Broschur. 160 Seiten, 4 s/w Abb., mit Audio-CD
29,80 €

Die Stimme in der Musiktherapie

20. Musiktherapietagung am Freien Musikzentrum München e. V. (3. bis 4. März 2012)

Gabriele Engert-Timmermann und Hanns-Günter Wolf (Hrsg.)

Die menschliche Stimme begleitet von Beginn an die Entwicklung des Menschen, angefangen vom stillen, lauschenden, Eindrücke aufnehmenden Sein über den Ausdruck der Lebendigkeit durch Schreien und Lautformung bis hin zu reifem Lautieren und Sprechen. Die „Beziehung zu einem Du“ ist dabei tragender Grund für die Entfaltung der Ausdrucksfähigkeit.
Tatsächlich aber bestand gerade innerhalb der psychotherapeutisch orientierten Musiktherapie lange Zeit ein eher schwieriges Verhältnis zum therapeutischen Einsatz der Stimme. Einerseits beruhte dies auf methodischen Schwierigkeiten, wie mit den Hemmungen umzugehen sei, die gerade psychosomatische Patienten ihrer Stimme gegenüber haben, andererseits hatte das Liedersingen den Ruf, eher einer heilpädagogisch orientierten Kinder- oder Gerontomusiktherapie angemessen zu sein. Dies hat sich in den letzten Jahren im Zuge der Resilienzforschung und der Ressourcenorientierung geändert.
Sowohl aus übergeordneter Perspektive als auch aus unterschiedlichen musiktherapeutischen Praxisfeldern beleuchten erfahrene ReferentInnen verschiedene Aspekte dieses Themas und bieten Anregungen zum Nachdenken und zur therapeutischen Inspiration.

ISBN 978-3-89500-883-2
2013, Broschur. 100 Seiten
18,00 €

Aus dem Inhalt:

Singkultur in Deutschland
(Hanns-Günter Wolf)
Atem und Stimme
(Gabriele Engert-Timmermann)
Die Stimme der Stille. Variationen über das Lauschen und Horchen.
(Dieter Mittelsten Scheid)
Auf der Suche nach der verlorenen Stimme.
Musiktherapeutische Zugänge bei neurologischen Patienten
(Monika Baumann)
Die Aphasingers. Einblicke in das Chorprojekt mit der Selbsthilfegruppe.
der Jungen Aphasiker München
(Ulrike Wanetschek)
Die Stimme im Dialog früher emotionaler Störungen in der Musiktherapie..
Von der internalisierten Mutter-Kind-Interaktion zur Reziprozität .
in der therapeutischen Beziehung.
(Ingrid Erhardt)
Singen und Stimme in der klinischen musiktherapeutischen Arbeit .
mit krebskranken Kindern und Jugendlichen.
(Gerhard Kappelhoff)
Von der Sinnlichkeit des Singens.
Das Potenzial der Stimme in der Musiktherapie.
(Sabine Rittner)
Die Wahrnehmung des Stimmklangs im psychotherapeutischen Kontext.
(Susanne Bauer)

Symbolisierungen in Musik, Kunst und Therapie – präverbal, nonverbal, verbal, transverbal

Hans Ulrich Schmidt; Tonius Timmermann - 

Es gibt Begriffe, die scheinen jedem so klar definiert zu sein, dass es scheinbar kaum mehr lohnt, darüber zu diskutieren - z. B. der auch in der musiktherapeutischen Theorie und Forschung häufig benutzte Begriff „Symbolisierung“. Allerdings beinhaltet dieser, bei näherem Hinschauen, ein so breites Spektrum verschiedener Auffassungen und Definitionen, dass es mehr denn je lohnt zu klären, wer denn nun warum was darunter versteht. Insbesondere für die nonverbalen Aspekte von Psychotherapie generell, vor allem aber für diejenigen Psychotherapieformen (wie Musik- und Kunsttherapie), die nonverbale Medien anbieten, erscheint es unumgänglich, hier mehr Klarheit zu schaffen, daher der Untertitel unserer vormaligen Tagung: präverbal, verbal, nonverbal, transverbal. Reicht z. B. ein Symbolisierungsbegriff, der sprachliches Denken voraussetzt, heute noch aus, um die Phänomene in Musik, Kunst und Psychotherapie zu beschreiben und zu verstehen? Ist also Sprache Voraussetzung für Symbolisierung oder wird auch spontan symbolisiert? Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen legen hier unter verschiedenen Aspekten Grundlegendes zu diesem Thema dar. Psychotherapeuten, Musiktherapeuten, aber auch z. B. Musikwissenschaftler und Philosophen kommen zu Wort. Der vorliegende Band soll anregende Impulse setzen für mehr Bewusstheit und Klarheit in Bezug auf das Verständnis und die Nutzung des Begriffes „Symbolisierung“.

ISBN 978-3-89500-894-8
2012, Broschur. 208 Seiten,  29 farb. Abb., 2 s/w Abb., 7 Notenbeigaben, 1 s/w Tabelle
24,90 €

Intersubjektivität erleben - Musiktherapie als Chance für Borderline-Patienten

Plitt, Heike -

Musiktherapie fördert die Heilung von Seele, Geist und Körper und ist längst als eigenständiger Beruf anerkannt. Gemeinsames Improvisieren schafft eine Erlebnisbasis für Patient und Therapeut, für Reflexionen und Emotionen. So wird Intersubjektivität auch mit Menschen mit schwerwiegenden Persönlichkeitsstörungen wie dem Borderline-Syndrom möglich. Welche Mikroprozesse dabei genau ablaufen und wie sie den Therapieerfolg beeinflussen, liegt bisher weitgehend im Dunkeln. Heike Plitt erhellt nun in analytischer Feinarbeit und mit Hilfe der Konversations- und Metaphernanalyse Wirkungsweisen in der Psychotherapie. Dieses Buch sensibilisiert für die „Musikalität“, die jedes therapeutische Bemühen besitzt.


536 S., € 34,90
ISBN: 978-3-8288-3066-0
1. Aufl.; 11/2012, Paperback (Tectum)

Krankheit – Trauer – Wandlung

Musiktherapie mit schwer kranken Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern

Astrid Lorz-Zitzmann; Bettina Kandé-Staehelin 

Kinder spielen, entdecken die Welt mit all ihren Sinnen, erobern das Leben ... 

Ganz anders zeigt sich die Realität, wenn ein Neugeborenes an einer Krankheit leidet, behindert ist oder wenn ein bis dahin gesundes Kind plötzlich schwer erkrankt, verletzt wird und vielleicht sogar bald sterben muss. Sowohl das Kind als auch seine Eltern stehen vor riesigen Herausforderungen. Es ist hilfreich für sie, wenn sie nebst der medizinischen Versorgung auch psychosoziale Unterstützung erhalten, um mit der neuen Situation umgehen zu lernen. 

Im vorliegenden Band 2 der Zürcher Schriften zur Musiktherapie beleuchten Astrid Lorz-Zitzmann und Bettina Kandé-Staehelin das Potential der Musiktherapie für die Begleitung solcher Kinder, Jugendlicher und ihrer Eltern. Musik als Ausdrucksmedium jenseits von Sprache ermöglicht in dieser äußerst belastenden Situation die Gestaltung und Artikulation tiefer Empfindungen in eine nach außen hin hörbare Form, was Entwicklung und Wandlung ermöglicht. 

Astrid Lorz-Zitzmann erläutert die anforderungsreiche Situation krebskranker Kinder und Jugendlicher und veranschaulicht anhand berührender Beispiele die speziellen Möglichkeiten der Musiktherapie für die Krankheitsverarbeitung. Bettina Kandé-Staehelin beschreibt eindrücklich, wie elterliche Trauerprozesse auf der Basis des von ihr entwickelten Konzeptes der „Vielfältigen Identität“ begleitet werden können und dadurch eine Integration der Krankheit oder Behinderung des Kindes als Teil der elterlichen Identität möglich wird.  

Beide Beiträge zeichnen sich durch die lebendige Vernetzung von Theorie und konkreten Beispielen aus der Praxis aus und sprechen dadurch über die Musiktherapie hinaus auch Fachleute aus anderen Professionen sowie betroffene Familien an.

ISBN 978-3-89500-893-1
2012, Broschur. 224 Seiten, 240 x 170 mm, 10 s/w Abb., 9 s/w Tabellen

Ess-Störungen und musiktherapeutische Diagnostik

Eine morphologische Studie über 24 Erst-Improvisationen

Bernd Reichert

Stehen die Lebensverhältnisse jugendlicher essgestörter Patienten in Beziehung zu deren ersten musiktherapeutischen Produktionen und wenn ja, in welcher Art?
Das Buch zeigt in einer qualitativen, klinisch-basierten Studie, in welcher Weise musiktherapeutische Erst-Improvisationen mit anorektischen und bulimischen Jugendlichen über das Krankheitsgeschehen, die Persönlichkeit sowie die Beziehungs- und Lebenssituation der Betroffenen informieren. 
Nach einem Überblick über die unterschiedlichen psychologischen Sichtweisen auf die Krankheitsbilder der Anorexia und Bulimia nervosa werden aktuelle Ansätze der qualitativen Psychotherapie- und Musiktherapieforschung vorgestellt. Reflektionen zur Improvisation, zur Spielhaltung und zur Verortung des eigenen Ansatzes werden in einer kritisch geführten Methodendiskussion geleistet.
Die eigentliche „Übersetzungsarbeit“ von der Improvisation zur Narration, welche interdisziplinär Medizin, Psychotherapie und Musik berührt, wird in mehreren, nachvollziehbar ausgearbeiteten Analyseschritten aus 24 Improvisationen und den dazugehörigen Kasuistiken entwickelt. Sie zeigt, wie die Musiken sowohl auf bedeutsame Aspekte der individuellen „Lebensmethode“ der Patienten verweisen (mit der theoretischen Basis der Morphologische Psychologie), als auch durch die vergleichende Analyse neue Erkenntnisse über die Erkrankungsgruppe bieten. Das dient zuerst einem erweiterten Verständnis der Patienten, aber auch dem kollegialen Austausch, dem wissenschaftlichen Diskurs sowie dem kritischen Selbstverständnis der Disziplin Musiktherapie. 

ISBN 978-3-89500-881-8
2012, Broschur. 264 Seiten
24,90 €

Bausteine einer anthroposophisch begründeten Künstlerischen Psychotherapie

Aussagen Rudolf Steiners zum Phänomen des Unbewussten und deren Umsetzung in Konzepten psychotherapeutischer und musikpsychotherapeutischer Methodik – unter besonderer Berücksichtigung der imaginativen Selbstwahrnehmungsperspektive

Till M. Florschütz

Anhand der Aussagen und Grundannahmen Rudolf Steiners zum Seelischen des Menschen, zum Erinnern und Vergessen, zu Traum, Fantasie und künstlerischer Tätigkeit, zur Psychoanalyse seiner Zeit sowie zur Frage seelischer Krankheit und Gesundheit insgesamt entwickelt der Autor methodische Grundlagen einer anthroposophisch begründeten Psychotherapie und Musikpsychotherapie.
Insbesondere die Wirksamkeit der „imaginativen Perspektivnahme“ und der diesbezügliche methodische Umgang mit künstlerischen Ausdrucksmedien werden in Bezug auf ein anthroposophisch erweitertes Psychotherapieverständnis eingehender betrachtet und anhand von Beispielen vor allem aus der kinderpsychotherapeutischen Praxis exemplarisch verdeutlicht.
Die grundlegenden Bausteine einer anthroposophisch begründeten Psychotherapie werden denen gegenwärtiger künstlerisch-psychotherapeutischer und musiktherapeutischer Ansätzen gegenübergestellt und Übereinstimmungen wie auch gegenseitige Ergänzungsmöglichkeiten aufgezeigt

 
ISBN 978-3-89500-831-3
2012, Broschur. 240 Seiten, 43 farb. Abb., 5 s/w Abb.
24,90 €

Musik- und Hörtherapie bei Tinnitus und Hyperakusis

Eine musikmedizinisch-hörtherapeutische Untersuchung

Elisabeth Sigron Krausse
Hamburger Schriften zur Musiktherapie

Tinnitus ist ein Symptom gestörter Hörwahrnehmung, welches in den westlichen Industrienationen immer häufiger zu beobachten ist.
8 Prozent der Deutschen und der Schweizer kennen Tinnitus aus eigener Erfahrung; 4 Prozent haben chronisch Ohrgeräusche. In 40 Prozent der Fälle von chronischem Tinnitus liegt auch eine Hyperakusis vor. Die Ursache von Tinnitus ist in 90 Prozent eine Schwerhörigkeit - vorwiegend eine Schallempfindungsschwerhörigkeit, während die Hyperakusis immer psychisch bedingt ist.
In der Schweiz konnte erstmals 2006 für die schwergradig von Tinnitus und Hyperakusis Betroffenen mit der Gründung der Tinnitusklinik Chur ein stationäres Therapieangebot geschaffen werden, welches neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen als wesentlichen Baustein die Musik- und Hörtherapie umfasst. 
Ziel dieses Buches ist es, die Pathogenese, die aktuellen Forschung, Diagnostik und Therapie von Tinnitus und Hyperakusis darzustellen, speziell einen Überblick über die Bestandteile musik- und hörtherapeutischer Behandlung an der Schnittstelle von Musikmedizin und Psychotherapie zu geben. 
Das vorliegende Buch ist in gleichem Maße für von Tinnitus und Hyperakusis Betroffene wie für Therapeuten - Musik- und Hörtherapeuten, Ärzte und Psychologen - interessant.

ISBN 978-3-89500-888-72012, Broschur. 256 Seiten,
28 s/w Abb., 44 s/w Tabellen
29,80 €

Mit Musik geht vieles besser
Der Königsweg in der Pflege bei Menschen mit Demenz

Simone Willig; Silke Kammer

Musik spielt in der Altenpflege eine wichtige Rolle. Doch für wen ist der Einsatz von Musik in der Pflege sinnvoll? Wann und wie ist er hilfreich? Wie sind biografische Ansätze zu berücksichtigen? 

Das Buch vermittelt im ersten Teil Hintergrundwissen zur modernen Musiktherapie und geht der Frage nach, was Musiktherapie von Beschäftigungsangeboten mit Musik unterscheidet. Es zeigt Schnittstellen zwischen Therapie und Pflege auf. Der zweite praxisorientierte Teil des Buches ist nach den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) gegliedert. Zahlreiche Fallbeispiele veranschaulichen die Wirkung von Musiktherapie im Pflegealltag. Pflegekräfte erfahren so, wann und wie Musik besonders bei Menschen mit Demenz einzusetzen ist.

152 Seiten, kartoniert
ISBN: 9783866301559 
24,80 € 

Buchcover Hamberger

„Musiktherapie im Alter -
Demenz, Depression sowie Sterben und Tod“

Mechthild Hamberger

Musiktherapie ist eine Form der Behandlung die in den letzten Jahren immer weitere Verbreitung gefunden hat. Mechthild Hamberger, freiberufliche Musiktherapeutin in Freising hat ein Buch über Musiktherapie mit alten Menschen geschrieben. „Es ist ein Praxis-Handbuch, das aus der täglichen musiktherapeutischen Arbeit mit alten Menschen entstanden ist und Pflegekräften und Angehörigen viele Hinweise gibt."

Bei den demenzkranken Menschen ist es z.B. das sehr langsame Singen von bekannten Liedern, die so wieder ins Gedächtnis geholt werden können. Im freien Musizieren auf Instrumenten erfährt sich dieses Klientel als kompetent, dadurch steigert sich die Lebensqualität.

Bei den depressiven Menschen sind themenzentrierte Lieder methodisch sehr erfolgreich. In diesen Liedern, von denen die Autorin viele selbst komponiert hat, wird der Zustand der Depression und die Hoffnung auf Genesung beschrieben. In den Liedern fühlt sich der depressive Mensch verstanden und kann sich durch das Singen mitteilen, was vielen depressiven Menschen im Gespräch nicht gelingt. Über das freie Spielen von Instrumenten werden Kreativität und aktives Handeln ohne Druck gefördert.

Bei der Arbeit mit sterbenden Menschen steht die Atmosphärengestaltung mit sanft klingenden Instrumenten im Vordergrund. Oft werden die Angehörigen in das freie Spielen auf diesen Instrumenten mit einbezogen. Die Lieblingslieder werden noch eimal gerne angehört.

Im Buch werden auch die verschiedenen Methoden beim Arbeiten mit Gruppen oder im Einzelpersonen vorgestellt. Für themenorientierte Gruppenstunden hat die Autorin ein musikalisches Grundgerüst ausgearbeitet. Das Praxis-Buch soll denjenigen als Handwerkszeug dienen, die im Altenbereich Musik einsetzen.

3. Auflage 2012, 236 Seiten
17,50 €

Musiktherapie in der präventiven Arbeit

19. Musiktherapietagung am Freien Musikzentrum München e. V.
Dorothee von Moreau (Hrsg

In einer von strukturellen Umbrüchen gekennzeichneten Gesellschaft werden präventive Aufgaben zunehmend in institutionelle Settings verschoben. Prävention wird damit zu einer zentralen Aufgabe, die von den Sozialwissenschaften sowie von pädagogischen und therapeutischen Berufsgruppen professionelle Konzepte einfordert. Musik mit ihrem kreativen Potenzial an der Schnittstelle von Kunst, Pädagogik und Therapie bietet ideale Einsatzmöglichkeiten für niederschwellige und gleichzeitig hocheffektive Präventivangebote. Deren methodische Umsetzung allerdings sollte eingebettet sein in ein spezifisches Verständnis von psychischen und gruppendynamischen Prozessen. 
Das Buch stellt exemplarisch musiktherapeutische Projekte in unterschiedlichen Settings vor und diskutiert, welchen Beitrag Musiktherapeuten in der Prävention leisten können.

ISBN 978-3-89500-868-9
2011, 88 Seiten, 240 x 170 mm, 4 s/w Abb., 2 s/w Tabellen
18,00 €

Hören – Brücke ins Leben

Musiktherapie mit früh- und neugeborenen Kindern. Forschung und Praxis
Monika Nöcker-Ribaupierre (Hrsg.)

Über seinen Hörsinn ist das Kind im Mutterleib zuerst mit der Außenwelt verbunden. Ein zu früh geborenes Kind wird einer Umwelt ausgesetzt, die dank der fortgeschrittenen medizinischen Technik zwar sein Überleben sichert, aber trotzdem sein Wohlergehen beeinträchtigt, seine Entwicklung erschweren und ihm sogar den Lebensmut nehmen kann: Die unberechenbare und laute Geräuschkulisse einer neonatalogischen Intensivstation mit oft grellem Licht erlebt der Säugling äußerst belastend. Der wohl überlegte, gezielte Einsatz von Musiktherapie gewährt Reizabschirmung, vermittelt das Gefühl von Struktur und Geborgenheit und unterstützt die Entwicklung von Beziehung und Kommunikation.
Das Buch bündelt wissenschaftliche Grundlagen, Forschungsergebnisse, klinische Praxis sowie institutionelle und persönliche Erfahrungen. Es vermittelt umfangreiche praktische Anregungen, um Musiktherapie in einer neonatalogischen Station zu verankern.


ISBN 978-3-89500-869-6
2012, 256 Seiten, 240 x 170 mm, 8 s/w Abb.
29,80 €

Im klingenden Spiegel

Musiktherapie mit geburtsblinden Kindern
Heike Wrogemann-Becker

Die vorliegende Arbeit beschreibt Begegnungen zwischen sehenden und sehgeschädigten Menschen. Sie möchte Anstöße geben, sich in die Welt geburtsblinder Kinder einzufühlen, diese durch Musiktherapie zu fördern und zu zeigen, wie Kontakte zwischen sehenden und blinden Menschen gestaltet und verstanden werden können. Dabei tritt deutlich zu Tage, dass sehende und blinde Menschen in zwei „unterschiedlichen Welten“ leben und ihr Sein von unterschiedlichen Erfahrungen und Gefühlen geprägt ist. Jeweils den anderen zu verstehen, kann daher schwierig sein: Ein sehender Mensch kann sich ein Bild machen, ein blinder nicht. Über welche Kontakt- und Beziehungsmöglichkeiten gelangt ein Blinder zu einer ganzheitlichen Vorstellung eines Gegenstandes und wie kann ein Sehender diese Prozesse der Konzept- und Symbolbildung mitgestalten? Die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Fähigkeiten blinder Menschen führt zu einer Sensibilisierung auch gegenüber den eigenen Fähigkeiten als sehender Mensch.
Anhand eigener Praxiserfahrungen zeigt Heike Wrogemann-Becker, wie Musik für blinde Kinder jenseits pädagogischer Absichten als Universalsprache eingesetzt werden kann. Die gewonnenen, weitreichenden Erkenntnisse bieten ein Handlungsrepertoire für die Begleitung sehgeschädigter Menschen aller Altersstufen.

ISBN 978-3-89500-845-0
2011, Broschur., 240 x 170 mm
19,90 €

Outdoor Musiktherapie

Musiktherapie jenseits des klassischen Settings

Eric Pfeifer

Ein neuartiger Gedanke, ein erfrischend zeitgemäßes Konzept innerhalb der Musiktherapie wird hier präsentiert - die „Outdoor Musiktherapie“. Diese nutzt und eröffnet vielfältigste, natürliche und sinnvolle Angebote hinsichtlich Setting im Zuge der Gestaltung und Durchführung kurativer und präventiver therapeutischer (Be)Handlung. Das Konzept selbst stützt sich auf den breiten Erfahrungsschatz Eric Pfeifers und basiert auf seiner eigenen praktischen Tätigkeit in diesem Feld. 
Vergleiche und Unterscheidungen zu bereits bestehenden oder ggf. nahestehenden (musik)therapeutischen Ansätzen in Europa und über dessen Grenzen hinaus (Australien, USA) werden angestellt, erörtert und in den Schlussfolgerungen kritisch betrachtet. 
Ferner gibt der Band Einblicke in die Ergebnisse einer von Eric Pfeifer durchgeführten Umfrage, die sich u. a. der Fragestellung annimmt, ob Aufnahmen, die in dem vielfältigen Setting der Outdoor Musiktherapie entstanden, von solchen unterschieden werden können, die in einer „traditionellen“, klassischen musiktherapeutischen Umgebung kreiert wurden. Als Teilnehmer der Befragung konnten durchwegs bekannte, erfahrene Musiktherapeuten aus aller Welt gewonnen werden (von den USA über Norwegen und Österreich bis nach Australien). Die Ergebnisse überraschen und erlauben eine vorsichtige, zusammenfassende Erkenntnisformulierung, die der Outdoor Musiktherapie innewohnende, achtsame, spezifische Eigenschaften zugestehen. Anschließend wurden die Befragten auch gebeten, Assoziationen zu nennen, ihre Entscheidungen zu begründen und über mögliche eigene Erfahrungen mit „Outdoor Musiktherapie“ zu berichten - auch diese Aspekte flossen in das Buch mit ein.
Auch einen wissenschaftlichem Nutzen bietet das Konzept der Outdoor Musiktherapie. Speziell im mitteleuropäischen Raum scheint es modern zu sein, neue ökologische (und wohl auch ökonomische) Möglichkeiten, Räume und Umgebungen des musiktherapeutischen Handelns zu erschließen und zu öffnen. In Zeiten, in denen in unserer Gesellschaft Störungsbilder und Krankheitsbegriffe wie „Nature Deficit Disorder“ oder „Nature Deficiency Syndrome“ kursieren und geschaffen werden, darf sich womöglich auch die Musiktherapie gegenüber den notwendigen Entwicklungen eines einfühlsamen Wirkens dort, wo der Patient sich befindet, nicht verschließen. Dies kann auch außerhalb des „klassischen Settings“ geschehen!
Ganz bewusst nähert sich Eric Pfeiferdem Thema in einer leicht verständlichen, belletristischen Form und Sprache, zumal die der Arbeit zugrunde liegenden therapeutischen Sitzungen einen lebhaften, abenteuerlichen Charakter aufweisen. Ziel war es, in fachlich-kompetenter, theoretisch fundierter Manier über die Ansätze zu berichten, dies aber in einer Art und Weise zu tun, die dem Interessierten mit unterschiedlichstem Hintergrund einen angenehmen Einstieg in die Materie erlaubt. Das Werk selbst richtet sich an ein breit gefächertes Publikum: (Musik)Therapeuten, (Musik-, Erlebnis-, Sozial-, Kindergarten-)Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Eltern, Sozialarbeiter, Musiker, kleine und große Abenteurer und Naturfreunde u. v. m.

ISBN 978-3-89500-871-9
2011, Broschur. 112 Seiten, 24 farb. Abb., 2 s/w Abb.
24,90 € 

Musiktherapie und Psychodrama

Heidi Fausch-Pfister

Was die Musiktherapie aus dem Meer des Unbewussten auftauchen lässt, kann mit Psychodrama-Elementen an Land gezogen werden.“ Die Autorin veranschaulicht diese Wirkung mit eindrücklichen Praxisbeispielen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Neurologie und Therapien mit Erwachsenen, welche differenziert analysiert werden. Verschiedene psychodramatische Techniken und Instrumente ergänzen die musiktherapeutische Interventionspraxis. Es wird erläutert, welche vertiefenden Funktionen psychodramatische Instrumente und Techniken im musiktherapeutischen Prozess übernehmen können. Sie wirken besonders fruchtbar bezüglich der Intensivierung und Strukturierung des Prozesses sowie der Fokussierung von Themen und des Transfers von Gelerntem ins Leben und von Problemen des Lebens in die Therapie. Die Umsetzung in die Praxis wird mit Spielvorschlägen und methodischen Hinweisen unterstützt.
Das Buch ist eine wertvolle und interessante Lektüre für Studierende der Musik- und Kunsttherapie, Therapeuten, Pädagogen, Musiklehrer und interessierte Laien.

ISBN 978-3-89500-856-6
2011, Broschur. 164 Seiten, 14 s/w Abb., 6 s/w Tabellen
22,00 €

Kinder mit schweren Behinderungen in der Musiktherapie
Zwischen Annehmen, Spüren, Begegnen und Entdecken

Annette Kuntsche

Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen stellen ihre Dialogpartner, häusliche Bezugspersonen ebenso wie Fachpersonal, vor vielfältige Herausforderungen. Ihre körperlichen und geistigen Behinderungen, die Ausdrucksbehinderung nichtsprechender Kinder - kurz gesagt: das Anderssein dieser Kinder macht uns das Verstehen ihrer Äußerungen häufig schwer.
Mit Musik gelingt es spürbar, Barrieren abzubauen und Begegnungen zu ermöglichen. Es wird möglich, sich einzufühlen, etwas von den Lebensthemen der Kinder und Jugendlichen zu verstehen, in einen musikalischen Austausch zu gelangen und Entwicklungen anzustoßen.
Ausgehend von ersten positiven Erfahrungen aus der Einzelmusiktherapie mit betroffenen Kindern und Jugendlichen entstand der Wunsch der Autorin nach einem Konzeptentwurf für das musiktherapeutische Arbeiten mit diesem Personenkreis der Kinder mit so genannter Schwermehrfachbehinderung. Der vorgelegte Entwurf eines Behandlungskonzepts soll dem eigenen therapeutischen Handeln Richtung geben, es reflektierbar sowie den Verlauf und Nutzen der Behandlung nachvollziehbar machen.
Hierzu führt Annette Kuntsche zunächst grundlegend in das Thema der Einzelmusiktherapie mit Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen ein. Die Situationen von Kind und Therapeutin werden ebenso dargestellt wie gesellschaftliche Einflussfaktoren und die spezifische Wirkungsweise der Musik. Die folgenden Überlegungen zu Zielsetzungen und Rahmenbedingungen einer musiktherapeutischen Behandlung in Abgrenzung zu pädagogischem Arbeiten dienen der Vorbereitung und Legitimation der Behandlung. Schließlich gibt Annette Kuntsche unter den Aspekten des „Annehmens“, „Spürens“, „Begegnens“ und „Entdeckens“ konkrete Vorschläge für die theoriegeleitete musiktherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen. Dabei werden therapeutische Interventionen begründet, sowie mögliche in der Therapeutin auftauchende Gegenübertragungsgefühle und jeweils vorherrschenden Funktionen der Musik erörtert, so dass der Leser einen Handlungs- und Reflexionsleitfaden für die eigene Praxis erhält. Fallvignetten aus der Musiktherapie mit einem Jungen mit schweren Behinderungen veranschaulichen die konzeptionellen Überlegungen an einem Beispiel aus der Praxis der Autorin. Ein abschließendes Kapitel beleuchtet die Frage nach dem Zeitpunkt der Beendigung einer musiktherapeutischen Behandlung und Möglichkeiten der Übertragung von Behandlungserfolgen in den Alltag, unter anderem mit Möglichkeiten der unterstützten Kommunikation.

ISBN 978-3-89500-841-2
2011, Broschur. 104 Seiten, 1 s/w Abb.
15,00 €

Peter Petersen (Hrsg.); Harald Gruber (Hrsg.); Rosemarie Tüpker (Hrsg.)Forschungsmethoden Künstlerischer Therapien

Dieses Buch gibt einen ausgewählten Überblick über die Forschungslandschaft der Künstlerischen Therapien (Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanztherapie). Es wendet sich in erster Linie an tätige Künstlerische Therapeuten und Therapeutinnen sowie die Studierenden der verschiedenen Fachgebiete, die sich über die Vielfalt möglicher Forschungsansätze orientieren möchten, Argumente für die Diskussion bezüglich ihres therapeutischen Vorgehens und deren wissenschaftlicher Begründung suchen, oder selbst ein Forschungsvorhaben ins Auge fassen.

Mit Beiträgen von:
Marianne Eberhard-Kaechele - Ulrich Elbing - Harald Gruber - Wolfram Henn - Jana Marie Kalle-Krapf - Petra Keller - Helmut Kiene - Jürgen Kriz - Sylvia Kunkel - Rudolf zur Lippe - Susanne Lücke - Regine Merz - Peter Petersen - Bernd Reichert - Lony Schiltz - Gertraud Schottenloher - Constanze Schulze - Heike Signerski - Peter Sinapius - Rosemarie Tüpker -Elisabeth Wellendorf - Eckhard Weymann - Thomas Wosch

ISBN 978-3-89500-830-6
372 Seiten
39,80 € 

Neuerscheinungen im Webshop aus dem Musikverlag Burkhard Muth

Gabriele Knüppel
Tapfere Töne. Musiktherapie im Rahmen der psychosozialen Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher.

Die Diagnose Krebs bedeutet für die erkrankten Kinder und Jugendlichen sowie für ihre Familien eine ganzheitliche Erschütterung. Durch den Verlust von körperlicher Unversehrtheit, emotionaler Stabilität und sozialer Beziehungen gerät das gesamt bisherige Leben ins Schwanken. Daher ist eine umfassenden psychosoziale Versorgung notwendig, um den erkrankten Kindern und Jugendliche den Umgang mit den vielfältigen und schweren Anforderungen zu erleichtern, die die Krankheit an sie stellt.

Die Studie von Gabriele Knüppel untersucht, inwiefern Musiktherapie einen Baustein der psychosozialen Versorgung im Bereich der Kinderonkologie darstellen und wie sie unterstützend eingesetzt werden kann. Dazu werden konkrete musiktherapeutische Interventionsmöglichkeiten unter dem Aspekt beleuchtet, inwiefern sie methodisch sinnvoll in diesem Bereich einsetzbar sind. Zudem wird ein Blick auf die spezifischen Rahmenbedingungen für Musiktherapie in der stationären pädiatrischen Onkologie geworfen.

Das vorliegende Buch richtet sich sowohl an Musiktherapeuten, die in der Kinderonkologie arbeiten wie auch an Interessierte aller anderen Fachrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind und in der Musiktherapie eine sinnvolle Ergänzung zu sonstigen Interventionen sehen.

ISBN 978-3-929379-29-7
177 Seiten
26,- €


Verena Holz
Mit aller Gewalt. Ein Beitrag zur Musiktherapie in der Erziehungsberatung.

Familiäre Gewalt ist kein Randphänomen, vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass in etwa der Hälfte der deutschen Haushalte zumindest gelegentlich Gewalt im Rahmen der Erziehung eingesetzt wird. Dennoch wird das Thema in Erziehungsberatungsstellen verhältnismäßig selten offen angesprochen, für Eltern und Berater ist es in der Regel schwierig, einen angemessenen Umgang damit zu finden.

Das Buch von Verena Holz zeigt eine Möglichkeit auf, mit dem Thema 'Gewalt' in der Erziehungsberatung musiktherapeutisch zu arbeiten. Es wird ein ausführliches Konzept erarbeitet, das die gesamte Familie einbezieht, wobei die entwicklungsorientierte Familientherapie nach Virginia Satir als Ausgangspunkt dient. Damit wendet es sich sowohl an Musiktherapeuten unterschiedlichster Couleur, vor allem aber an solche, die mit Familien arbeiten oder in ihre Arbeit mit Kindern auch systemisch-familientherapeutische Sichtweisen einbeziehen möchten, als auch an Interessierte anderer Fachrichtungen wie Psychologen und Sozialpädagogen, die in der Jugendhilfe arbeiten und die Musiktherapie als alternative Interventionsmöglichekit bei schwierigen Familien kennenlernen möchten.

ISBN 978-3-929379-26-6
195 Seiten
28,- €


Sabine Pranz
Überwältigende Gefühle. Eine empirische Untersuchung zur therapeutischen Wirksamkeit von Musik bei Suchtpatienten im Entzug.

Der Entzug von Drogen im Allgemeinen und illegalen Drogen im Besonderen ist für die Betroffenen oftmals mit überwältigenden Gefühlen verbunden. Der Umgang mir diesen Affekten stellt eine große Herausforderung für die therapeutische Arbeit dar. Nach einem allgemeinen Überblick zum aktuellen Stand der (musik)therapeutischen Suchtforschung, in dem u. a. systemische, verhaltenstherapeutische, entwicklungspsychologische, interaktionstheoretische und analytische Sichtweisen auf das Problem des zwanghaften Drogenkonsums vorgestellt und diskutiert werden, stellt die Autorin eine sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgerichtete Studie mit 11 Klienten der Station Kamillus im Alexianerkrankenhaus Köln-Porz beim Entzug von illegalen Drogen vor.

Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Frage, ob Verbesserungen im affektiven Erleben auf musiktherapeutische Interventionen zurückführbar sind. Gleichzeitig werden praktische Fragen für dem musiktherapeutischen Alltag im Entzug diskutiert, beispielsweise in Bezug auf den Einsatz rezeptiver Methoden, den Umgang mit Grenzen, Aspekte der Beziehungsgestaltung bzw. den Umgang mit (negativen) Affekten im Besonderen.

Das vorliegende Buch richtet sich sowohl an Musiktherapeuten als auch an Sonder- oder Sozialpädagogen. Gleichzeitig kann es auch für persönlich Betroffene oder für Ärzte und Therapeuten anderer Ausrichtung von Interesse sein, da die Musiktherapie für die Behandlung von Suchtkranken eine wertvolle Ergänzung zu sonstigen Interventionen darstellt.

ISBN 978-3-929379-19-8
190 Seiten
26,- €

Dem Leben eine Stimme geben

Zur Bedeutung der Stimme in der Musiktherapie mit behinderten und krebskranken Kindern

Sonja Maurer-Joss

Stimme berührt und widerspiegelt die Befindlichkeit. Mit ihren emotionalen, sprachlichen und gesanglichen Anteilen ist die Stimme das Hauptmedium, über das Menschen miteinander kommunizieren und in Kontakt kommen. In dem von der Autorin entwickelten Kreisschema, das die Stimme in sechs verschiedene, ineinander übergehende Aspekte auffächert, werden emotionaler, sprachlicher und gesanglicher Stimmausdruck erstmals gleichermaßen berücksichtigt und auf die kindliche Selbst- und Spielentwicklung bezogen. Stimme und Stimmspiel werden als wichtiger Bereich der musiktherapeutischen Methodik beschrieben und bezüglich ihrer therapeutisch wirksamen Funktionen differenziert erläutert.
Eindrückliche Beispiele aus der musiktherapeutischen Praxis mit schwer mehrfach behinderten, sprachentwicklungsgestörten und krebskranken Kindern verbinden die Theorie mit der Erfahrung und machen nachvollziehbar, was es bedeutet, dem Leben eine Stimme zu geben.
Philosophisch-literarische Texte und Gedichte verdichten die Ausführungen atmosphärisch und weisen gleichzeitig in metaphorischer Form auf die Komplexität des Phänomens „Stimme“ hin. Dies macht das Buch auch für Menschen interessant, die in anderen Berufen mit der Stimme arbeiten.

ISBN 978-3-89500-802-3
2011, Broschur. 140 Seiten, 42 s/w Abb., 1 Stimmtafel als Beilage

22,00 €

Der Wirkung von Musik auf der Spur

Theorie und Erforschung der Komponenten

Fritz Hegi; Maja Rüdisüli

Fritz Hegi kommt der Wirkung von Musik auf die Spur, sowohl als Musiker als auch als Musiktherapeut. Bereits im Band „Improvisation und Musiktherapie“ (1986) wurde als phänomenologische Studie die Komponenten-Lehre entwickelt. Im zweiten Band „Übergänge zwischen Sprache und Musik“ (1998) wurden ihre Wirkungen qualitativ untersucht. Dabei rückte der kreative Prozess zwischen Sprache und Musik in den Mittelpunkt des Interesses. Für den vorliegenden Band wurden die Übergänge stark überarbeitet. Die Fallbeispiele und die Kapitel zu den gestalttherapeutischen Kontaktmustern wurden weggelassen, die theoretischen und methodischen Teile dagegen zusammengefasst und teilweise weiterentwickelt. Neu dazugekommen ist die therapieübergreifende Sicht der Improvisation als soziales Modell sowie die Erforschung der Unterscheidbarkeit der fünf Wirkungskomponenten. Insgesamt ergibt dies ein Lehrbuch zur Anwendung der Komponentenlehre in Therapie, Kommunikation und sozialem Alltag.

Die Verdichtung der Theorie zu den Wirkungskomponenten im ersten Teil, der Improvisation als Kommunikation im zweiten Teil, das davon abgeleitete Forschungsdesign und die Ergebnisse im dritten Teil ergeben eine Vertiefung der Frage: Welche Musik wirkt wann, weshalb, wie? In der Verbindung von qualitativer und quantitativer Forschung wird ein neuer Schritt des Erkenntnisgewinns gewagt und zwischen Musik, sozialer Kommunikation und Therapie eine Brücke geschaffen.

ISBN 978-3-89500-736-1
2011, Broschur. 216 Seiten,
3 s/w Abb., 29 Zahlen, 6 s/w Tabellen
29,80 €

Lehrbuch Guided Imagery and Music (GIM)

Carola Maack; Edith Maria Geiger

Guided Imagery in Music (GIM) ist eine musikpsychotherapeutische Methode, bei welcher der Patient eine Auswahl meist klassischer Musik in einem entspannten Zustand hört und sein Erleben (= Imaginationen) der Therapeutin mitteilt.
Theoretische Hintergründe, klinische Anwendung, sowie methodenspezifisches Musikverständnis und Imaginationstheorie von GIM und ihren Modifikationen - diese Bereiche werden im vorliegenden Lehrbuch abgedeckt. Die Autorinnen geben einen ausführlichen und umfassenden Einblick in die Methode sowohl für Angehörige psychotherapeutischer und medizinischer Berufe, als auch für GIM-Ausbildungskandidaten.

ISBN 978-3-89500-734-7
2010, Broschur. 356 Seiten, 13 s/w Abb., 10 Schaubilder
29,80 €

Musiktherapie in Lebenskrisen

18. Musiktherapietagung am Freien Musikzentrum München e. V.
Christian Galle-Hellwig

Ob Lebenskrisen, Wirtschaftskrisen oder Umweltkrisen - Krisen begleiten uns durch das ganze Leben, ob wir wollen oder nicht. Eine angemessene Begleitung in diesen oftmals schwierigen Lebensphasen erhalten wir im günstigen Falle durch Familie, Angehörige oder Freunde. Viele Menschen bleiben jedoch in ihren Krisen alleine. Sie geraten oft durch ein Nicht-mitteilen und Nicht-verarbeiten-Können krisenhafter Erlebnisse in immer größere persönliche Schwierigkeiten, die sie nur mit therapeutischer Hilfe bewältigen können.
Der Band zur gleichnamigen Musiktherapietagung 2010 am Freien Musikzentrum in München vermittelt in verschiedenen Beiträgen, wie Musiktherapie in Krisenzeiten helfen und unterstützen kann.

ISBN 978-3-89500-738-5
2010, Broschur. 126 Seiten, 6 s/w Abb.
18,00 €

Buchvover Meyer

Komponisten mit schwerer Behinderung

Fallgeschichten aus der Musiktherapie

Hansjörg Meyer

Ein neues Buch über Musiktherapie von Hansjörg Meyer, das viele Fallgeschichten enthält und anschaulich und unterhaltsam in die musiktherapeutische Arbeit mit Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung einführt, aber auch die erstaunlichen Wirkungen der Methode als Psychotherapie für diesen Personenkreis aufzeigt. Vor allem macht dieses in jeder Hinsicht als Praxisbuch zu bezeichnende Werk deutlich, über welch unglaubliche Fähigkeiten schwer behinderte Menschen verfügen. Ein Buch nicht nur für Musiktherapeuten, sondern für alle Berufsgruppen und Interessierte, die mit behinderten Menschen zu tun haben.

ISBN 978-3-7841-1978-6
1. Auflage, August 2010, Kartoniert/Broschiert, 150 Seite
17,- € (D)

Musiktherapie mit Trennungskindern

Triangulierungsprozesse in der Einzel- und Gruppenmusiktherapie
Nicola Nawe

Die Trennung der Eltern ist für jedes Kind ein einschneidendes Erlebnis. Musiktherapie kann zu diesem gesellschaftlich relevanten Thema einen wichtigen Beitrag leisten. Sie stellt für betroffene Kinder und Jugendliche einen Rahmen her, das Auseinanderfallen der familiären Triade zu verarbeiten. Das Buch beschreibt musiktherapeutische Grundlagen und Behandlungsformen auf der Basis der Triangulierungsforschung. In ausführlichen Fallgeschichten aus Einzel- und Gruppentherapie entsteht ein umfassendes Bild der musiktherapeutischen Beziehungsarbeit mit Trennungs- und Scheidungskindern.

ISBN 978-3-89500-732-3
2010, Broschur., 15 s/w Abb., Notenbeigaben,

24,90 €

Musiktherapie und Recht

Das case-book zu Berufs- und Leistungsrecht in der Musiktherapie

Stefan M. Flach-Bulwan

Zahlreiche Rechtsgebiete und vielfältige Normen haben Auswirkungen auf musiktherapeutisches Handeln. Da sind Heilkunderecht zu nennen und Umsatzsteuerrecht, stehen die Vorschriften zur Ausübung von Psychotherapie neben solchen zur Erbringung von Maßnahmen der Eingliederungshilfe, gilt es, tarifvertragliche Regelungen zu kennen, Verwaltungsverfahren zu verstehen und Vorschriften der gesetzlichen Krankenversicherung zu interpretieren. Bereits 2008 legte der Autor dazu ein erstes, systematisches und umfassendes Lehrbuch vor („Berufs- und Leistungsrecht für künstlerische Therapien“, München).
In der Praxis entsteht häufig ein Netz von rechtlichen Folge- und Wechselwirkungen. So provoziert beispielsweise die Tätigkeit in einer ambulanten Praxis oder als Honorarkraft an einer Klinik die eigene konzeptionelle Verortung. Diese wiederum zieht Konsequenzen aus dem Heilkunderecht nach sich, was schließlich Auswirkungen auf Steuerpflicht, Werbung, Schweigepflicht, Haftung und Kostenträgerschaft haben kann.
Deshalb führt das Case-book „Musiktherapie und Recht“ in elf Kapiteln anhand individueller und exemplarischer Fallgeschichten tief in die vernetzte Materie ein, weist über Lösungen hinaus auf Folgen und Konsequenzen hin und schafft durch Abdruck von Erläuterungen, Verweisen, Gliederungen sowie der relevanten Gesetzestexte (in Auszügen) stabile Geländerhilfen für die tägliche Arbeit.
Zwischen zwei Umschlagseiten packt der Autor die Erfahrungen und Denkweisen aus seinem Erstberuf als Verwaltungsbeamter in der Sozialversicherung, das Handeln in seinem Zweitberuf als Musiktherapeut in 25-jähriger klinischer und ambulanter Praxis und seine weiteren Tätigkeiten in der Lehre an Hochschulen, Leitung und verantwortlichen Mitarbeit in berufspolitischen Verbänden sowie langjähriger Beratungsarbeit. Dieser Fundus ist gleichermaßen Ressource wie Arbeitsmittel seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit Patienten, Arbeitgebern, Ämtern, Kostenträgern, Gutachtern, Rechtsanwälten, Steuerberatern und dient als Grundlage zur Beantwortung neuer Fragestellungen.
So vielfältig und vielschichtig wie die eigene Berufsbiographie und der musiktherapeutische Alltag des Autors sind auch die Falldarstellungen in „Musiktherapie und Recht“. Es gelingt, komplizierte und komplexe Sachverhalte in gebotener Komprimierung praxisnah und gut verständlich darzustellen und auf die Notwendigkeit politischer Weiterentwicklungen hinzuweisen. So werden beispielsweise differenzierte Sichtweisen der Titelführung als Musiktherapeutin, Heilpraktikerin oder approbierte Psychotherapeutin entwickelt und durch oberste Urteile der Rechtsprechung hinterfragt, während anhand weiterer Fälle das Vorliegen einer Behinderung oder eine tarifrechtliche Gleichstellung vielfältig zu diskutieren sind.
Eine kurz gefasste Statistik listet für Musiktherapeuten relevante Themen und deren Häufigkeit auf und schließt den Kreis durch Hinweise auf die Notwendigkeit weiterer Entwicklung von Studieninhalten.

Ein Lesebuch mit Alleinstellungsmerkmalen - gleichermaßen für Studium, angestellte und freiberuflicher Tätigkeit, Karriereplanung und Alltag von Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten.

ISBN 978-3-89500-737-8
2010, Broschur. 144 Seiten
19,90 €

Instrumentalklänge als Metaphern von Familie

Eine interkulturelle Studie zur Rezeption von musikalischen Klängen in Deutschland und Brasilien

Frank Henn

Unter der Perspektive metaphorischer Wahrnehmung wird der grundlegende Vorgang untersucht, bei dem Individuen verschiedener Kulturen Beziehungen durch Hören von musikalischen Klängen aufnehmen, mit deren Hilfe sie ihre psychosoziale Lebenssituation musikalisch abbilden. Der wahrnehmungstheoretische Ansatz der phänographisch-subjektiven Beschreibung von musikalischen Klängen und ihren Metaphern von sozialen Repräsentationen, insbesondere von Familie (Vater, Mutter, Tochter, Sohn) fügt der geisteswissenschaftlichen, im Speziellen der musiktherapeutischen Theoriebildung eine weitere Facette hinzu. Mit dieser Dissertation liegt eine Vermischung von zwei Forschungsstrategien vor, die als Grundlagenforschung Neuland betritt. Im ersten Teil werden philosophisch-theoretische Kategorien im Kontext des Paradigmas der Kulturhistorischen Schule entwickelt. Im zweiten Teil liegt eine empirisch-quantitative Studie aus zwei unterschiedlichen Kulturen (Brasilien n = 201 und Deutschland n =157 bei über 47.000 Ergebnissen) vor, die metaphorische Kontexte von musikalischen Klängen, insbesondere deren Bezug auf familiäre Rollen, erkundet.

ISBN 978-3942171069

2010, 274 Seiten, Taschenbuch

Polaritätsverhältnisse in der Improvisation

Systematik einer musikalisch-psychologische Benennung der musiktherapeutischen Improvisation
Band 3 "Frankfurter Texte zur Musiktherapie"

Martin Deuter

Um musiktherapeutische Improvisationen verstehen zu können, benötigen wir eine Begrifflichkeit, mit der wir unser Erleben in der Musik so beschreiben können, dass sich die psychologische Bedeutung erschließt. Die musikalischen Verläufe, die Beziehung der Spieler untereinander und das Erleben lassen sich als Polaritätsverhältnisse auffassen. Unter dem Blickwinkel von Polaritäten wird die Improvisation als ein bewegliches und bewegtes Geschehen im Austausch sich polar ergänzender Wirkungskräfte erkennbar.

ISBN 978-3-89500-742-2
2010, Broschur., 2150 x 149 mm
22,00 €

Musiktherapie in der Psychosomatik

Strukturbezogene Aspekte und musiktherapeutische Ansätze. 17. Musiktherapietagung am Freien Musikzentrum München e. V.

Christian Münzberg (Hrsg.)
Musiktherapeutische Interventionsformen und Behandlungsansätze greifen etwas Wesentliches im subjektbezogenen Verständnis bio-psycho-sozialer psychosomatischer Medizin auf, indem sie körperliches Krankheitserleben, psychisches Befinden und emotionale Erfahrung der Menschen sowie Austausch und Begegnung auf der Beziehungsebene mit dem musikalisch-therapeutischen Handeln verbinden. Das gemeinsame Spiel trägt so zum Verstehen oft existentieller Krisen bei, die sich mit dem Krankheitsverlauf offenbaren. Musik wird dabei zum Diagnostikum, zum Beziehungsmedium, zum Symbol und wiederum zur neuen Erfahrung am und mit dem eigenen Leib. Lupenartig werden in den Beiträgen einige zentrale strukturbezogene Aspekte von Musiktherapie in der Psychosomatik aus unterschiedlichen theoretischen und behandlungspraktischen Ansätzen herausgestellt und zeigen so, welch hohes therapeutisches Potential in der musiktherapeutischen Methodik für die Psychosomatik enthalten ist.

ISBN 978-3-89500-731-6
2010, Broschur. 120 Seiten,  35 s/w Abb.

18,00 €

Ästhetik und Musiktherapie

Nici Henecka

Die neuere Ästhetik als philosophische Disziplin bietet relevante Gesichtspunkte für ein erweitertes Verständnis der Musiktherapie und ihrer Handlungsweisen. Berichte aus dem musiktherapeutischen Alltag werden reflektiert und im Hinblick auf eine musiktherapeutische Ästhetik ausgewertet.

ISBN 978-3-89500-740-8
2010, Broschur.

Musiktherapie als Hilfe zur Erziehung

Peter Hennen

Musiktherapie richtet sich häufig an Kinder und Jugendliche außerhalb der klinischen Gesundheitsfürsorge, für die eine Finanzierung der therapeutischen Arbeit durch die Krankenkassen ausscheidet. Gegebenenfalls kann aber ein Leistungsanspruch gegenüber den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe bestehen. Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen eine Kostenübernahme musiktherapeutischer Interventionen durch die Jugendämter möglich wird.

ISBN 978-3-89500-741-5
2010, Broschur.

Beziehungsqualität in der Musiktherapie mit Psychotherapiepatienten

Annegret Körber

Für jede Form der Psychotherapie ist die Beziehungsfähigkeit des Patienten und die des Therapeuten ein zentrales Thema. Die Autorin, Diplom Musiktherapeutin, vergleicht ihre in der Einzelmusiktherapie mit dem “EBQ–Instrument” gewonnenen Daten zur Einschätzung der Beziehungsqualität mit entsprechenden Daten des Diagnostikmanuals OPD-2 (Beziehungsachse).
Sie hat das durch eine Reliabilitätsanalyse geprüfte “EBQ-Instrument” (Schumacher, Calvet, Stallmann, 2006) erstmalig auf die Musiktherapie mit psychosomatisch erkrankten Erwachsenen übertragen und angewandt, den instrumentalen, körperlich-emotionalen Ausdruck sowie das spezifische methodische Vorgehen in ausgewählten Spielszenen analysiert und mit Selbsteinschätzungen der Patienten verglichen. Ihre Beobachtungen zeigen, dass das “EBQ–Instrument” die diagnostischen Kriterien der OPD-2 und die Ergebnisse des IIP wertvoll ergänzen kann. Dies ermöglicht eine transparente Verständigung im multiprofessionellen Team und fördert die effiziente Kommunikation der an der Behandlung eines Psychotherapiepatienten beteiligten Ärzte, Psychologen und Spezialtherapeuten.

108 Seiten, Taschenbuch
VDM Verlag Dr. Müller
ISBN-10: 3639103017
49,00 € 

Musik Demenz Begegnung: Musiktherapie für Menschen mit Demenz

Dorothea Muthesius, Jan Sonntag, Britta Warme, Martina Falk 

Menschen mit Demenz brauchen Musik mehr als anderes und mehr als andere. In diesem Buch erläutern vier erfahrene MusiktherapeutInnen die neurologischen, biografischen und psychodynamischen Hintergründe der Arbeit mit Menschen mit Demenz. Was bedeutet Musik für kognitiv veränderte Menschen in Pflegeheimen? Wie lässt sich ihre Kontaktfähigkeit einschätzen, um daraus eine angemessene therapeutische Begleitung abzuleiten? Wie erwächst aus einem therapeutischen Setting eine Begegnung auf Augenhöhe? Viele Fallbeispiele und eine beiliegende DVD vermitteln Einblicke in die Arbeit und erhellen die Vielfalt der Zusammenhänge zwischen Musik, Demenz und Therapie. Überraschende, kreative und humorvolle Seiten der Arbeit mit Menschen mit Demenz rücken dabei ins Blickfeld.

ISBN 978-3-940529-55-8
Broschur. 335 Seiten
36,90 € 

Musik – Biografie – Therapie
Musiktherapie-Studierende auf dem Weg ihrer Professionalisierung

Almut Seidel

Die Studie „Musik - Biografie - Therapie“ ist ein Forschungsbeitrag zur Berufsbiografie von Musiktherapeuten. In ihr wird untersucht, welche musikalische Entwicklung angehende Musiktherapeuten von Beginn ihres Lebens an nehmen und wie ebendiese Entwicklung sie in den späteren Beruf des Musiktherapeuten hineinführt. Als Standort wird also explizit die Musiker-Identität in der Musiktherapeutenrolle in den Blick genommen. Damit eröffnet sich ein thematisches Terrain, das trotz jahrzehntelanger Entwicklung der professionellen Musiktherapie in Theorie, Praxis, Forschung und allen Ausbildungsfragen immer noch stiefmütterlich behandelt wird und nicht konfliktfrei ist.
Die Studie basiert auf acht narrativen Interviews, die mit Studierenden der Musiktherapie zu Beginn ihres Studiums geführt wurden. Das umfangreiche Datenmaterial wird in drei Auswertungsschritten aufbereitet; die Darstellung erfolgt als Fallportraits, als fallübergreifende generalisierende Analyse und als Rekonstruktion unter einer persönlichkeitstheoretischen Leitkategorie. Das theoretische Vorwissen erschließt sich über das (zugleich als These gesetzte) Faktum von Musiktherapie als Musikberuf, den es als einen solchen näher zu bestimmen gilt. Darin eingeschlossen sind Fragestellungen zu den Zugangswegen und Zugangsweisen; sie stellen sich dar als Synthese aus musikalischer Sozialisation und Entwicklung, musikalischer Begabung, Persönlichkeitsfaktoren und biografischen Konstellationen. Hintergrund der Betrachtungen ist die Frage, ob es musikbezogen eine personspezifische „Passung“ zwischen den Berufsanforderungen und deren Gestaltungsmöglichkeiten auf der einen Seite und der (vielleicht lebenslangen) Entwicklung der musikalischen Person auf der anderen Seite gibt.
Die Folgerungen, die aus den Ergebnissen der Datenaufbereitung gezogen werden, sind ein eindringliches Plädoyer dafür, sich der Identität und Rolle des Musikers im Musiktherapeuten stärker als bisher geschehen anzunehmen und verpflichtet zu fühlen. Denn nur wenn diese Facetten sich angemessen zeigen, wird das Eigene und Spezifische der Fachlichkeit deutlich, und das dürfte der sicherste Weg zur professionellen Anerkennung der Musiktherapie sein.

Allen zukünftigen, werdenden und bereits tätigen Musiktherapeuten soll das Buch Lust machen, sich mit der eigenen Musikerpersönlichkeit auseinander zu setzen und sie und damit sich selbst neu und anders zu verstehen.

ISBN 978-3-89500-690-62009
Broschur. 200 Seiten
24,90 €

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Heidelberger Musiktherapiemanual: Chronisch-tonaler Tinnitus

Heike Argstatter

Reihe: Evidenzbasierte Musiktherapie (Bd. 4)
Herausgeber: Hans Volker Bolay, Andreas Dulger, Peter K. Plinkert

Allein in Deutschland leiden über 1,5 Millionen Menschen unter dauerhaftem „Ohrenklingeln“ oder „chronisch-tonalem Tinnitus“. Trotz zahlreicher Behandlungsansätze für diese Erkrankung wird in vielen Fällen keine befriedigende Symptomreduzierung erreicht. Dies gab den Anlass, ein neues Therapiemodell gegen Tinnitus zu entwickeln und nach evidenzbasierten Kriterien in der Anwendung zu überprüfen. Die „Musiktherapie bei chronisch-tonalem Tinnitus nach dem Heidelberger Modell“ geht davon aus, dass Tinnitus als Hörereignis wahrgenommen wird – ebenso wie Musik und damit im menschlichen Hirn ähnliche Areale aktivieren könnte. Die Studienergebnisse belegen, dass die neu entwickelte Musiktherapie die derzeit erfolgreichste Behandlungsmöglichkeit für Tinnituspatienten darstellt und sie beeinflussen die bisherigen neurowissenschaftlichen Modellvorstellungen zum chronischen Tinnitus, indem sie ursprüngliche, neuronale Vorstellungen (beteiligte Nervennetzwerke im menschlichen Gehirn) revidieren.

Berlin 2009, 182 Seiten, Paperback, zahlreiche Abbildungen und Tabellen, teilweise farbig
ISBN 978-3-937151-90-8
24,90 €

Buchcover: Baumann

Musiktherapie in Hospizarbeit und Palliative Care

Baumann, Martina / Bünemann, Dorothea

Schwerstkranke im Hospiz oder auf der Palliativstation leiden oft darunter, dass die letzten Tage ihres Lebens von medizinischer Technik und dem nüchternen Aufrechterhalten der nötigsten körperlichen Funktionen geprägt sind. In dieser belastenden Situation kann Musik Trost sein und Musiktherapie die Lebensqualität entscheidend verbessern. An vielen Fallbeispielen aus ihrer reichen Praxiserfahrung schildern die Autorinnen, wie man Musiktherapie in Hospiz und Palliative Care zum Wohl der Patienten und atmosphärisch einsetzt. Sie machen deutlich, wie man Widerstände im klinischen Alltag umschifft und Ärzte, Pflegepersonal und Angehörige einbindet. Gezeigt wird auch, wie sich das Bedürfnis nach Spiritualität und sinnhaftem Erleben aller Beteiligten musikalisch aufgreifen und trostspendend bearbeiten lässt.

2009. ca. 190 Seiten.
ISBN 13 (978-3-497-02107-9) kt
€ [D] 24,90

Musiktherapie in der Gerontopsychiatrie
Ein Lehrfilm

Margarete Schnaufer

Im Mittelpunkt des Films stehen drei chronisch psychisch kranke ältere Frauen, die in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung leben. In drei Porträts werden Diagnose, Anamnese, personzentrierte Behandlungsziele und -wege Integrativer Musiktherapie sowie individuelle Räume der Patientinnen dargestellt. Neben dem fokussierten Betrachten einzelner konkreter Aspekte im komplexen Geschehen musiktherapeutischer Behandlung wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, den Sinn therapeutischer Interventionen im Gesamtzusammenhang des Therapieprozesses für die Betrachtenden transparent zu machen. Hierzu korrespondieren themenorientierte Filmsequenzen mit therapietheoretischen Metakommentaren, Zitaten und Lehrsätzen. Mittels künstlerischer Filmsequenzen wird eine weitere Ebene der Reflexion geschaffen. Der Film ermöglicht den Betrachtenden, sich mit chronisch psychisch kranken Menschen zu konfrontieren, das eigene Menschenbild zu reflektieren und einen Standort therapeutischer Ethik einzunehmen.

1. Auflage 2009
Booklet mit 16 Seiten, DVD-Box
34,90 € [D]
ISBN 978-3-525-40108-8

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