Projekte
Musiktherapie bei hörgeschädigten Kindern

Therapieziel ist im allgemeinen die Unterstützung der Sprachentwicklung. Mit elementarer Musik, Instrumenten und Spaß wird kommuniziert. Im Speziellen wird individuell von den Bedürfnissen und den Entwicklungsverzögerungen ausgegangen. Dies kann bedeuten, dass bei einigen Kindern mehr pädagogisch, übend und stark strukturierend gearbeitet wird. Andere Kinder werden sehr frei im eigenem Tun unterstützt.
Lara, 2 Jahre alt, ist sehr schwerhörig, ja fast taub. Sie hat ein elektronisches Innenohr (Cochlear Implantat). Durch Reizung aller Frequenzen im Gehirn werden die entsprechenden verkümmerten Areale aktiviert und weiterentwickelt. Lara sitzt gerne im Schaukelstuhl und folgt aufmerksam der Begrüßung durch die Musiktherapeutin. Dem Begrüßungslied folgt noch das "Schaukelstuhllied". Sie genießt es sichtbar und singt mittlerweile auch mit: "aukellit". Oft folgt das Versteckspielen. Hinter den Gardinen verborgen, lugt Sie hervor wenn es geklingelt hat und sagt:"uen-ag" für Guten Tag und "allo". Das Puppenspiel wird mit Musik erweitert und ermöglicht Ihr Erfahrung von Flüstern hören bis chaotisch lautem Spiel auf dem großen Glockenspiel. Sie schiebt gerne den Affen "Coco" und jede Handlung wird besungen. Beim Lied "Was müssen das für Bäume sein", imitiert sie die vorgemachten Bewegungen. Lara kann mittlerweile schon das Begrüßungs- und das Abschiedslied mitsingen, mit kleinen Einschränkungen in der Artikulation. Lara geht sehr gerne in die Musiktherapie und Ihre Eltern freuen sich über die hohe Motivation ihres Kindes.
Dieses Projekt wurde im Jahre 1998 initiiert und unterstützt von der Stiftung "Placido Domingo Children's Charity", Wien und der "Kämpgen-Stiftung", Köln.
Presseartikel zum Projekt
"Die Welt der Töne öffnen" SZ 21.01.2001 (2 Seiten)
Kontakt
info@musiktherapie.de