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Musiktherapie für Menschen im Wachkoma

Das Gehirn des Menschen ist ein zwar gut geschütztes, aber auch sehr empfindliches Organ. Äußere Einwirkungen wie etwa ein Unfall, Blutungen infolge von Gefäßverletzungen oder aber auch ein zeitweiliger Sauerstoffmangel können das Gehirn nachhaltig schädigen.
In der Folge, können Betroffene in das sogenannte Wachkoma (Coma Vigile) fallen. Dieser Zustand ist durch folgendes Erscheinungsbild gekennzeichnet: der Betroffene hat die Augen geöffnet, zeigt keine oder nur wenige motorische Reaktionen. Es ist für den Beobachter schwer einzuschätzen, was in einem Menschen, der im Zustand des Coma Vigile verharrt, vor sich geht. Früher ging man davon aus, dass Menschen im Wachkoma über kein Bewusstsein verfügen. Heutzutage hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Empfindungs- und Wahrnehmungsfähigkeit vorhanden sind. Außerdem setzte sich auch ein komplexeres Verständnis von Bewusstseins- und Seinszuständen durch. Gleichzeitig wird der Mensch im Wachkoma nicht mehr nur als eine Summe von vegetativen Funktionen angesehen, wie z.B. die ältere englische Bezeichnung "vegetative state" suggeriert, sondern als Persönlichkeit. Angehörige und Betreuer stellen immer wieder fest, dass die Betroffenen durchaus auf Zuwendung sowie auf gezielt angebotene Sinnesreize reagieren.
Das Wachkoma erstreckt sich oftmals über Jahre. Eine genauere prognostische Einschätzung des Potentials im Sinne einer Verbesserung oder Genesung ist aufgrund individueller Entwicklungsverläufe nicht möglich. Es können jederzeit Übergänge in so genannte Remissionszustände auftreten. Diese können vorübergehend sein oder andauern. Der Verband Deutscher Rentenversicherungs-träger hat festgestellt, dass bei Patienten im Wachkoma oder in Remissionsstadien durchaus zustandserhaltende und rehabilitative Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Ergotherapie, Krankengymnastik, Logopädie gehören dazu sowie zunehmend auch Musiktherapie.
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Da die Verwaltungstätigkeit ehrenamtlich geleistet wird, steht das gespendete Geld ausschließlich für die Durchführung von Therapien zur Verfügung. So konnten wir bisher eine Therapie für Sarah in einer Frequenz von zweimal pro Woche komplett finanzieren. Dies wurde durch die Spende eines Unternehmens aus NRW ermöglicht. Außerdem wurden Zuschüsse für weitere Musiktherapien an die Angehörigen von Patienten im Wachkoma ausgezahlt.
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Fragen und Informationen
Patrick Walraf (Projektkoordinator)
patrick.walraf@musiktherapie.de


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